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Zusammenfassung

Die Divestment-Kampagne in Australien, initiiert von 350.org um 2013, zielte darauf ab, Zusagen von Institutionen zu erreichen, sich von fossilen Brennstoffen zu trennen. Sie baute ein Netzwerk lokaler Gruppen auf, die sich dafür einsetzten, dass Universitäten, Regierungen, Banken und Pensionsfonds ihre Beteiligungen an fossilen Brennstoffen verkaufen und neue Investitionen einfrieren. Die Kampagne erreichte ihren Höhepunkt 2018 und war zu Beginn der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 weitgehend in eine Pause übergegangen, wobei sich bis Anfang 2021 weltweit über 1.300 Organisationen zu Divestment verpflichtet hatten.

Hintergrund

Die Forderung nach Divestment von fossilen Brennstoffen reicht bis in die frühen 1990er Jahre zurück, als Greenpeace Versicherungsgesellschaften ins Visier nahm. Die moderne Kampagne gewann nach Bill McKibbens Rolling-Stone-Artikel ‘Global Warming’s Terrifying New Math’ von 2012 an Dynamik, in dem argumentiert wurde, dass Divestment gegen die Apartheid in Südafrika erfolgreich gewesen sei. 350.org wurde 2008 gegründet, und bis 2013 war die Kampagne global geworden und zielte auf die 200 führenden börsennotierten Unternehmen für fossile Brennstoffe ab.

Was geschah

Die Divestment-Kampagne wurde von 350.org um 2013 in Australien eingeführt und wuchs schnell, um Personal einzustellen und lokale Gruppen zu entwickeln [source: commons-library]. Sie konzentrierte sich zunächst auf Universitäten, zielte dann nach 2016 auf lokale, staatliche und bundesstaatliche Regierungen, Banken, Finanzinstitute, Pensionsfonds und religiöse Organisationen ab [source: commons-library]. Bis 2019 waren 29 Fossil Free Australia- und 350.org-Gruppen entstanden, wobei 27 andere Gruppen Divestment-Veranstaltungen förderten [source: commons-library]. Zwischen 2013 und 2019 wurden über 1.000 Divestment-bezogene Veranstaltungen auf Facebook beworben, 85 % davon von Fossil Free und 350.org [source: commons-library]. Die häufigste Taktik des zivilen Widerstands waren ‘Divestment Days’, an denen Einzelpersonen ihre eigenen Finanzen von Institutionen, die fossile Brennstoffe unterstützen, abzogen [source: commons-library]. Der Minerals Council of Australia beschuldigte Aktivisten, illegal zu handeln, und Branchenvertreter versuchten, sekundäre Boykotte illegal zu machen, jedoch ohne Erfolg [source: commons-library]. Bis 2022 waren Gruppen wie Market Forces, Divest/Invest und das Australasian Centre for Corporate Responsibility engagiert [source: commons-library]. Die meisten Divestment-Ankündigungen bis 2020 kamen von Superannuation-Fonds und lokalen Räten, obwohl viele ohne beobachtbaren Aktivismusdruck erfolgten [source: commons-library]. Nur die Hälfte der anvisierten Bildungseinrichtungen gab Divestment-Ankündigungen heraus [source: commons-library].

Schlüsselpersonen & -organisationen

  • 350.org Australia
  • Fossil Free Australia
  • Market Forces
  • Bill McKibben
  • Minerals Council of Australia

Verwendete Taktiken

Die Kampagne kombinierte Informationsweitergabe (Marktstände, öffentliche Foren, Filmabende) mit Taktiken des zivilen Widerstands wie Divestment Days, um das Bewusstsein zu schärfen und Investitionen in fossile Brennstoffe zu stigmatisieren. Dieser duale Ansatz zielte darauf ab, öffentlichen Druck aufzubauen und gleichzeitig institutionelle Finanzentscheidungen direkt anzugehen. [source: commons-library]

Ergebnis

Urteil: teilweise.

Die Kampagne erreichte Divestment-Zusagen von zahlreichen australischen Organisationen, aber das Ausmaß, in dem diese sich in tatsächliches Divestment oder Emissionsreduktionen übersetzten, ist unklar. Der Erfolg war teilweise, weil, obwohl sich weltweit über 1.300 Organisationen verpflichteten, Faktoren wie staatliches Eigentum und der schnelle Aufkauf veräußerter Aktien die Vermögenspreise fossiler Brennstoffe schützen könnten, und die direkte Wirkung der Kampagne auf Emissionen bleibt ungewiss. [source: commons-library]

Lehren

  • Divestment-Kampagnen können breites öffentliches Bewusstsein schaffen und eine Branche stigmatisieren, selbst wenn die direkte finanzielle Wirkung ungewiss ist.
  • Koalitionsbildung über mehrere Gruppen hinweg (z. B. 350.org, Fossil Free, Market Forces) verstärkt die Reichweite und die Häufigkeit von Veranstaltungen.
  • Die Ansprache einer Vielzahl von Institutionen (Universitäten, Banken, Räte) kann in einigen Sektoren eher zu Zusagen führen als in anderen.

Quellen


Haftungsausschluss: Als Lehrbeispiel für Kampagnenhandwerk aufgenommen, nicht als Befürwortung.

Quellen & Verifizierung

  • commons-library — grounding: primary — license: link-only
  • Umschrieben: 2026-06-25 via worker_casestudies_v2.py

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